Flachwasserbereich bis ca. 20 Meter Tiefe
Der flach abfallende Tauchplatz mit einfachem Einstieg ist vom Tiefenprofil her leicht und gut zu betauchen. Da der Tauchplatz ausschließlich in den Wintermonaten von Oktober bis März freigegeben ist, sollten die kalten Wassertemperaturen und winterlichen Bedingungen jedoch berücksichtigt werden.
Der Tauchplatz Berlingen Hafen darf grundsätzlich nur während der Winterpause der Kursschifffahrt betaucht werden. In der Regel ist das Tauchen vom 18. Oktober bis zum 31. März erlaubt, sofern kein Fähr- oder Kursschiffbetrieb stattfindet. Da die Kursschiffe direkt am Steg neben dem Einstieg anlegen, sollte der aktuelle Fahrplan der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein unbedingt beachtet werden. Wer diese Regel missachtet, riskiert ein Bußgeld.
Die flach abfallende Halde ist bis etwa 20 Meter Tiefe interessant. Zwischen 13 und 15 Metern befindet sich ein Fischries. Zusätzlich stehen zwischen 9 und 16 Metern mehrere Holzpfähle unter Wasser.
Mehr zu Tiefe und Orientierung beim Tauchen im Bodensee.
Der Tauchplatz liegt direkt am Hafen in der Ortsmitte von Berlingen. Der gebührenpflichtige Parkplatz befindet sich unmittelbar am Wasser und nur wenige Schritte vom Einstieg entfernt.
Da der Tauchplatz ausschließlich in den Wintermonaten betaucht werden darf, sind in dieser Zeit meist ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden. Vom 1. November bis zum 31. März ist das Parken am Wochenende zudem kostenfrei.
Adresse für das Navigationssystem
Seestrasse 77
CH-8267 Berlingen

Direkt am Hafen befinden sich keine öffentlichen Toiletten. Entlang des Ufers Richtung Kirche befinden sich jedoch nach wenigen Gehminuten öffentliche Toiletten in etwa 200 Metern Entfernung, direkt rechts neben dem Einstieg des Tauchplatzes Berlingen – Kirche.

Vom Parkplatz sind es nur wenige Schritte bis zum Einstieg am Hafen. Der Zugang zum Wasser erfolgt über die Slipanlage am Anlegesteg neben dem Hafenmeisterhaus. Besonders in den Wintermonaten kann die Slipanlage rutschig sein.
Auf etwa 15 Metern Tiefe erreichst du nach etwa zehn Minuten in östlicher Richtung ein Fischries. Dieser künstliche Unterschlupf dient zahlreichen Seebewohnern als Laich- und Rückzugsort und eignet sich besonders gut zur Beobachtung von Fischen und Krebsen. Wieviele Fische anzutreffen sind, hängt stark von der Jahreszeit und den Temperaturen im Spätherbst, Winter oder Frühjahr ab. Gerade in den kalten Wintermonaten eignet sich der Tauchplatz außerdem ideal für Tauchgänge im Trockentauchanzug.
Zusätzlich befinden sich in östlicher Richtung auf Tiefen zwischen 9 und 16 Metern mehrere Holzpfähle unter Wasser, die ebenfalls viele Fische anziehen. Der bewachsene Bereich der Halde bietet zahlreichen Jungfischen Schutz und macht den Tauchplatz besonders bei Nachttauchgängen interessant.
Im Sommer kannst du das Fischries und die Holzpfähle alternativ auch vom nahegelegenen Tauchplatz Berlingen – Wildsau aus erreichen, da rund um den Hafen außerhalb der Winterpause ein Tauchverbot gilt und der Bereich nicht betaucht werden darf. Das weiter östlich gelegene Fischries liegt jedoch außerhalb des Hafenbereichs.
Das ursprüngliche Highlight des Tauchplatzes, der Dampfkessel des gesunkenen Dampfschiffes „Rheinfall“, wurde bereits im Jahr 1995 geborgen. Heute steht der Dampfkessel als Denkmal an der Schiffsanlegestelle oberhalb des Hafens.
Informationen zu Sichtweiten, Wassertemperaturen und den besten Jahreszeiten zum Tauchen im Bodensee haben wir hier zusammengefasst.
Das Glattdeck-Dampfschiff „Rheinfall“ mit Schaufelradantrieb wurde im Jahr 1865 von der Maschinenfabrik Escher Wyss in Zürich erbaut, nur neun Jahre nach der dortigen Fertigung der Jura. Gemeinsam mit ihrem Schwesterschiff „Arenaberg“ wurde die Rheinfall von der Schaffhauser Dampfboot AG auf der Strecke zwischen Schaffhausen und Konstanz eingesetzt.
Beim Auslaufen aus Berlingen kam es am 20. Dezember 1869 unweit der Anlegestelle zu einer schweren Kesselexplosion. Das Schiff wurde dabei so stark beschädigt, dass es sofort sank und sieben Menschen sowie mehrere Rinder mit in den Tod riss.
Zwei Jahre nach dem Unglück wurde das Wrack gehoben, repariert und unter dem Namen „Neptun“ erneut in Dienst gestellt. Im Jahr 1922 sank das Schiff während Reparaturarbeiten in einer Werft ein zweites Mal, wurde erneut gehoben und blieb bis zur Verschrottung im Jahr 1939 weiterhin im Einsatz.
Der mit dem Schiff gesunkene Dampfkessel vor Berlingen wurde erst im Jahr 1995 geborgen. Heute erinnern der Kessel gemeinsam mit der Schiffsglocke der Rheinfall an der Schiffsanlegestelle an das Unglück.
Ein erster Eindruck vom Tauchplatz Berlingen – Hafen.

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